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Das „Who is Who“ des Jahrhundertsommers (1913) – Deutschunterricht mal anders

                                 

Am Abend des 25.11.2016 war es so weit. Wir, die Schüler der Klasse 11d, machten uns in Begleitung unserer Deutschlehrerin Frau Braune auf den Weg in das hallesche Puppentheater.
Schon wochenlang freuten wir uns auf diesen Abend und gingen mit zahlreichen Erwartungen und Wünschen in die um 20 Uhr beginnende Vorstellung des Bestseller Romans „1913: Der Sommer
des Jahrhunderts“ von Florian Illies. Damals wie heute treffen Menschen unterschiedlichster Kulturen, Glaubensgemeinschaften und sozialer Lebensumstände aufeinander und verkörpern durch ihr Handeln, für die folgenden Generationen den Zeitgeist eines Jahrhunderts, Jahrzehntes oder sogar weniger Jahre. Christoph Werner möchte dem Publikum in seiner Inszenierung des Romans zeigen, dass das Jahr 1913 von einer Dramatik und Ungewissheit geprägt war, wie man sie in machen Situationen auch zu heutiger Zeit erleben kann. Dies gelingt ihm sozusagen „fächerübergreifend“. Es treffen
Maler auf Literaten und Philosophen auf Aristokraten. So begegnen sich Persönlichkeiten wie Else Lasker-Schüler, Thomas Mann, Rainer Maria Rilke, Franz Marc, Franz Kafka, Kaiser Wilhelm II
und viele andere.
Die Prominenten dieser Zeit werden durch ca. 70 cm große Puppen verkörpert, die von den Schauspielern des Ensembles zum Leben erweckt wurden. Sie erzählen über ihr Leben,
besonders über ihre Erfahrungen im Jahr 1913. So wurden wir für ca. 80 Minuten Teil der Zeitreise. Im Laufe der Inszenierung interagierten die Puppen immer öfter und direkter miteinander, so dass die Geschichte lebendig wurde. Durch diesen Theaterbesuch konnten wir einen neuen, wenn auch etwas ungewohnten Einblick auf die Komplexität eines einzelnen Jahres erhalten. Abschließend ist zu sagen, dass wir diesenn Abend sehr genossen haben und uns schon sehr auf weitere freuen.

Victoria Schüler 11d