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Gymnastik für den Geist – Vorlesewettbewerb am Gymnasium Landsberg

 „Lesen ist für den Geist das, was Gymnastik für den Körper ist.“ Unter diesem Motto fand am Mittwoch, dem 05.12.2012, unser Schulausscheid im Rahmen des Bundesweiten Vorlesewett-bewerbes statt. Alle Teilnehmer waren sehr gut vorbereitet und haben mit ihren interessanten, spannenden sowie witzigen Texten einen vorweihnachtlichen Lesezauber verbreiten. Liebe Klassensieger, dafür danken wir euch sowie euren Eltern und Lehrern, die euch bei den Vorbereitungen unterstützt haben!Ein Dankeschön gilt auch Frau Henke, die uns mit Rat und Tat zur Seite stand sowie Christopher Wolfart aus der 11b und Francis Kempa aus der 7b, deren kritisches Urteilsvermögen unsere Entscheidungsfindung enorm erleichtert hat.In der Jahrgangsstufe 5 ermittelten wir folgende Platzierungen: 1. Platz:                               Adrian Pogorzielski, Klasse 5c,2. Platz:                               Johanna Rauch, Klasse 5d und 3. Platz:                               Christina Gerth, Klasse 5d.In der Jahrgangsstufe 6 gab es diese Ergebnisse:1. Platz:                               Vanessa Wölm, Klasse 6b, 2. Platz:                               Klara Scholz, Klasse 6c und 3. Platz:                               Anna Busch, Klasse 6a.Herzlichen Glückwunsch!Unserer Schulsiegerin Vanessa Wölm drücken wir für die nächste Wettbewerbsrunde, das Regionalfinale in Merseburg, die Daumen.Toi, toi, toi, Vanessa! Eure Jury Der Vorlesewettbewerb – Schulausscheid – Ein RückblickAuch dieses Jahr konnten die fünften und sechsten Klassen ihre Lesefertigkeiten unter Beweis stellen. Der jährlich stattfindende Wettbewerb unterlag dieses Jahr einigen Veränderungen. Die Jury wurde zum ersten Mal durch die Anwesenheit ehemaliger Sieger des Wettbewerbes bereichert. Auch konnten wir wieder eine bekannte Jurorin begrüßen: Frau Henke als erfahrenes und in der Branche Bücher sehr bewandertes Mitglied konnte uns in der Jury beiseite stehen, wenn knifflige Fragen und Entscheidungen uns plagten.Ich als Teil der Jury muss zugeben, dass die Konstellation von einem Lehrer, der nicht eigene Schüler zum Wettbewerb schickt, und von zwei Schülern, die ihrerseits schon den Wettbewerb gewonnen haben sowie Frau Henke perfekt ist. Hier zeigt sich, wie unterschiedlich Schüler und Erwachsene oft bewerten, aber dieses Gesamtbild ist meiner Meinung nach das Beste, was man sich von einer guten Jury wünschen kann. Aber eigentlich möchte ich hier nicht die Jury ehren, denn im Vordergrund stehen die Schüler, die sich im Unterricht und auch zu Hause darauf vorbereitet haben, ein Buch zu lesen, um dieses auch vorzustellen. Aus diesen Büchern werden auch Texte vorgelesen und der beste Leser der Klasse wird zu dem Schulausscheid geschickt. Um eine Meinung der Schüler zu erhalten, habe ich mir die Arbeit gemacht, einen Fragebogen zu entwickeln und auszuwerten, um positive, aber auch negative Kritik deutlich zu machen, mit der Intention, dass die folgenden Jahrgänge auch ein schönes Erlebnis mit diesem Wettbewerb verbinden können! Viele Vorschläge haben sich wiederholt und sind damit sicher erwähnenswert. Aber es gab auch einige Ideen von Schülern, die mir doch sehr gut gefallen haben und auf alle Fälle umgesetzt werden sollten. Ich denke, die Vorbereitung auf den Vorlesewettbewerb ist das wichtigste für die jungen Schüler der Unterstufe. Mit der Vorbereitung wird der Grundstein für den gesamten Wettbewerb gelegt und die Schüler werden mit neuen Aufgaben konfrontiert. Hier wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass es Schüler gibt, die sich noch mehr Hilfestellung für den Buchvortrag wünschen. Das spricht eher die Fachlehrer an, die sich mit ihren Schülern gemeinsam auf diesen besonderen Tag vorbereiten. Daher sollte diesem Wunsch sicherlich in einem gewissen Maß Beachtung geschenkt werden, um die Leseleistung und das Interesse der Schüler zu fördern. Auch wurden in der Vorbereitung die organisatorischen Ungereimtheiten bemängelt. Die Bibliothek als neuer Veranstaltungsort wurde nicht am Vertretungsplan aufgezeigt, weshalb einige Schüler irritiert reagierten, als sie zunächst am falschen Veranstaltungsort auftauchten. Dieses Problem ist nicht sehr schwerwiegend, aber als negativer Kritikpunkt häufig genannt worden. Erfreulicherweise konnte ich jedoch feststellen, dass die Bibliothek von allen Schülern als der „beste Veranstaltungsort“ für dieses Projekt anerkannt wurde. Auch die Mitglieder der Jury empfanden diesen Ort als sehr geeignet, weshalb ich jedem folgenden Veranstalter dieses Wettbewerbes die Bibliothek als Räumlichkeit empfehle. Ebenfalls wurde das Einsetzen der ehemaligen Sieger in die Jury sehr gelobt und als gute Idee angesehen. Ich kann diese Konstellation nur empfehlen. Dies ist für die Entscheidungsfindung sicher nicht immer förderlich, aber einen Entscheidung ohne Diskussionen wäre langweilig und ich denke, die Bewertung von Gleichaltrigen lässt die Teilnehmer sich besser vertreten fühlen. Mich hat jedoch ein Vorschlag am meisten angesprochen: Die Idee, Kinderbuchautoren einzuladen, ist sicher ein Kostenfaktor, aber dennoch wäre es eine Möglichkeit, die ich sehe, um die Jugendlichen und vor allem die Kinder zu animieren, wieder mehr selbst zu lesen. Hier ist eine Autorenlesung sicher das Beste für die jüngeren Schüler. Vielleicht regen die Autoren auch neue Ideen in den Schülern und Lehrern an, die auch in den Unterricht aufgenommen werden können. Meine Beobachtungen führen dazu, wie ich leider feststellen musste, dass die Leseleistung der älteren Schüler teilweise mangelhaft ist. Dieser Zustand muss, denke ich, geändert werden und somit ist es vor allem in der Unterstufe wichtig, die Kinder wieder zu animieren, viel und vor allem gerne und von allein zu lesen. Leider ist es auch oft so, dass diejenigen, die sowieso öfter lesen, dann auch häufiger am Vorlesewettbewerb teilnehmen können, da ihre Lesefertigkeiten perfektionierter sind. Die negative Kritik der Schüler war für meine Verhältnisse recht gering und vor allem sehr lehrreich. Ein letzter Vorschlag bestand außerdem darin, dass man noch mehr Bücher bereitstellen könnte, sodass jeder Teilnehmer ein Buch erhält. An sich gefällt mir diese Idee, sie ist jedoch mit hohen Kosten verbunden, da für jedes Mitglied ein Buch gekauft werden müsste. Hier appelliere ich an unsere Deutschlehrer, sich mit neuen kreativen Ideen für solche Zwecke mit ihren Schülern gemeinsam ein finanzielles Polster anzulegen, um Autorenlesungen und solche Buchpreise finanzieren zu können. Ich blicke gern auf diesen sehr gut gestalteten Tag zurück und freue mich über die gelungenen und teilweise schon perfekten Beiträge unserer Schüler. Ich hoffe, dass unsere Siegerin das Glück und bestes Können begleiten, damit sie erfolgreich die nächste Runde schaffen wird!! Hoffentlich werden nächstes Jahr wieder so viele Schüler und Schülerinnen solche wirklich g