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Lesefest am Gymnasium Landsberg

„Lesen heißt durch fremde Hand träumen.“ (F. Pessoa)Auf eine Traumreise begaben sich anlässlich des Bundesweiten Vorlesetages am Freitag, dem 15.11.2013, zahlreiche Schüler der Klassenstufen 5, 6, 7 und 9. Gespannt verfolgten sie die Lesungen von Herrn Märtens, einem ehemaligen Lehrer unserer Schule, Frau Heinrich, der Kinderärztin unserer Stadt, und Frau Dr. Seidel, die aus ihrem Buch über Marie Curie las. Die Schüler genossen sichtlich die Abenteuer Robinson Crusoes, fieberten mit Wilhelm Tell, verfolgten die Geisterritter, amüsierten sich über Wilhelm Buschs Geschichten und waren beeindruckt von den Entdeckungen Marie Curies.Großer Dank gilt unseren Vorlesern, welche die Schüler zu begeistern wussten, und natürlich Frau Henke, die uns unterstützt hat.   Bitte weiterlesen … Marie Curie – ihr Leben in Tagebüchern und Briefen … - eine Lesung mit Dr. Christina SeidelAm 15.11.2013 hatten die Schüler der 9a und 9c die Möglichkeit, an einer Buchlesung teilzunehmen. Vorgestellt wurde das Buch „Und für mich ist es das ganze Leben, was auf dem Spiel steht … - Marie Curie  - ihr Leben in Tagebüchern und Briefen“ verfasst von der Autorin Dr. Christina Seidel. Doch be-vor sie mit der Lesung begann, erzählte sie uns noch einige interessante Dinge über sich selbst, was sie überhaupt bewogen hat, Schriftstellerin zu werden und was genau sie dazu brachte, ein historisches Buch zu schreiben. Nachdem Frau Seidel die Schule beendet hatte, studierte sie Chemie. Später begann sie damit, Sandmann-geschichten für Kindermagazine zu schrieben und ab 1993 war sie ausschließlich schrift-stellerisch tätig. Sie verfasste seitdem viele Bücher, aber wollte schon immer mal ein Buch schreiben, in dem sie nicht nur ihr Talent zum Schreiben , sondern auch ihre Begeisterung für die Chemie zeigen konnte. Vor allem war ihre Bewunderung für Marie Curie, die ebenfalls Chemie, aber auch Physik studiert hatte, der Grund dafür, dieses Buch zu schreiben. Sie be-wunderte Marie Curie hauptsächlich dafür, dass sie damals eine der wenigen Frauen war, die in Paris eine Naturwissenschaft studiert hatte und später sogar noch für ihre Forschungen zwei Nobelpreise erhielt.Ihr Buch ist eine Art geschriebenes Leben der Marie Curie, in dem es um die Kindheit der Maria Sklodovska, so ihr Mädchenname, ihre Jugend und die Zeit vor ihrem Studium in Paris bis zum Ende ihrer Tage geht. Natürlich sind auch das harte Leben, das sie und ihre Familie führten, sowie ihre erste Liebe Themen. Die Heirat mit ihrem geliebten Mann Pierre Curie und die Entdeckung von Radium spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Das Buch ist dabei mit Briefen belegt, die Marie selbst geschrieben hat, während sie in Paris studierte. Die Briefe gingen vor allem an ihre Schwester, aber auch an andere Familienmitglieder.Nachdem die Lesung vorbei war, wurden noch einige interessante Fragen zu dem Buch gestellt, z.B.: „Wie viel Prozent des Buches sind wirklich erfunden und wie viel wirkliches Leben der Marie Curie?“ Daraufhin antwortete die Autorin, dass sie für das Buch sehr viel recherchiert habe und die Fakten vollkommen der Wahrheit entsprechen, inklusive der Briefe, die Marie geschrieben hat. Doch um die Gefühle und Stimmungen zur jeweiligen Zeit darzustellen, hat Frau Dr. Seidel versucht, sich so gut wiemöglich in die Wissenschaftlerin hineinzuversetzen. Letztendlich gab es viele positive Rückmeldungen von den Schülern zur Schreibweise der Autorin und wie sie uns ihr Buch näher gebracht hat. Maria Weigt, 9c Bundesweiter Vorlesetag am 15.11.2013„Jedes Mal, wenn man ein Buch öffnet, lernt man etwas!“, sagt ein chinesisches Sprichwort. Vielleicht auch deshalb wurde vor einigen Jahren ein bundesweiter Vorlesetag eingeführt, der am 15. 11.2013 zum zehnten Mal in Deutschland stattfand.Auch das Gymnasium Landsberg beteiligte sich mit verschiedenen Veranstaltungen an diesem Vorlesetag. Ich wurde dazu eingeladen, in der dritten und vierten Stunde in die Bibliothek des Gymnasiums zu kommen, um einige Aktionen mitzuerleben.Ohne konkret zu wissen, was mich erwartet, mache ich mich auf den Weg. Dabei erinnere ich mich an die Zeiten, in denen mir Eltern und Großeltern Märchen und Gute-Nacht-Geschichten vorgelesen haben. Wer wird wohl heute vorlesen?Als ich in der Bücherei ankomme, ist der freundliche Raum mit den vielen großen Fenstern fast noch menschenleer. Nur Herr Märtens ist bereits dort und bittet mich freundlich herein. Vielen am Gymnasium ist er noch bekannt als Lehrer für Mathematik und Physik. Auch ich hatte in der siebten Klasse Physikunterricht bei ihm und werde einige physikalische Zusammenhänge wohl mein Leben lang nicht mehr vergessen (ich sage nur: Mausefallenauto). Doch auch Naturwissenschaftler können Bücher mögen. Herr Märtens ist als Vorleser in dieser dritten Stunde der Beweis dafür. Er nimmt hinter dem Computertisch der Bibliothek Patz, der mit einem Plakat und einer Topfpflanze liebevoll zu einem Lesepult umgestaltet wurde. Davor liegen bunte Kissen auf dem Boden verstreut. Diese werden kurz darauf von den Schülern der 7a besetzt, die neugierig und voller Vorfreude auf das warten, was dann passiert. Wie ihre Lehrerin ziehe ich es vor, mich auf einen Stuhl zu setzen – da kann ich alles überblicken. Herr Märtens begrüßt seine Zuhörer und zeigt ihnen einige Bücher, die er in den Stunden zuvor bereits in jüngeren Klassenstufen vorgestellt hat, darunter „Wilhelm Tell“ und „Robinson Crusoe“. Für die nun eingetroffene Klasse hat er einen weiteren Klassiker der Literaturgeschichte dabei. Diesmal ist der Klassiker allerdings nicht das Werk selbst, sondern vielmehr der bedeutende Dichter Wilhelm Busch. Die kurzen Texte von Wilhelm Busch, die Herr Märtens schließlich vorliest, sind dabei keines-wegs veraltet. In Gedichten wie „Die Freunde“, „Gelassenheit“ oder „Der Wetterhahn“ erkennen sicheinige der Schüler auch heute noch wieder. Der etwas spitze Humor, den Wilhelm Busch  zweifelsoh-ne besessen hat, sorgt bei allen Anwesenden im Raum für Gelächter und Kichern. Herr Märtens versteht es dabei, die Gedichte so vorzutragen, dass auch schwierige Stellen von den Schülern ver-standen werden können. Er erklärt alte Wörter und weiß auch selbst zu vielen der Texte eine kleine Anekdote zu erzählen. Zum Schluss trägt er noch den ersten Streich von Max und Moritz vor. So ver-gehen die ersten 45 Minuten schnell und die Schüler machen sich – um eine Erfahrung  reicher – wieder auf den Weg zu ihrem Klassenraum. Doch – wie sagt Wilhelm Busch – „Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich“, denn die nächste Vorleserin ist bereits eingetroffen. Es ist Frau Heinrich, die einigen Schülern auch als Kinderärztin aus Landsberg bekannt ist. Während sie ihre Sachen aus- und Herr Märtens seine Bücher einpackt, wird ein wenig über Literatur philosophiert. Dann betritt die Klasse 5c die Bibliothek und nimmt nach einem freundlichen „Guten Tag!“ wieder auf den bunten Kissen Platz. Für sie hat Frau Heinrich ein moderneres Buch mitgebracht – „Die Geisterritter“ von Cornelia Funke. In diesem Buch geht es um einen Jungen namens John, der in ein Internat geschickt wird, weil er Probleme mit seiner Familie hat. Dort sieht er in einer Nacht die

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