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Bereicherung des Deutschunterrichtes

20.02.14, Gymnasium Landsberg: Frau Dr. Christina Seidel präsentiert in einer Lesung ihr Buch „Und für mich ist es das ganze Leben, das auf dem Spiel steht – Marie Currie – Ihr Leben in Tagebüchern und Briefen“

Wieder einmal durfte das Gymnasium den Deutschunterricht durch die Empfangnahme eines Schriftstellers bereichern. So hatte die Klassenstufe 12, sowie deren Kurslehrer am 20.02.2014 die Freude, einer Vorlesung von Frau Dr. Christina Seidel aus Halle beizuwohnen.Nichtsdestotrotz waren es gerade ihr Chemiestudium und die langwierigen Labortätigkeiten, welche es Frau Seidel, nach eigenen Aussagen, ermöglichten, sich gut in Marie hineinzuversetzen und den wahren Wert ihrer Arbeit zu schätzen. So vereinen sich in diesem Buch die Leidenschaft des Schreibens mit der forschenden Chemietätigkeit, welche Autorin und dargestellte Figur teilen, zu einem vielseitigen Portrait einer Frau, welche ein jeder zu scheinen kennt und es letzten Endes doch nicht tut. Im Anschluss beantwortete Frau Dr. Seidel ausstehende Fragen der Schüler, zum Beispiel auf das doch manchmal harte Autorendasein bezogen. So riet sie allen jenen Träumern einer Schriftstellerkarriere, sich ein zusätzliches Standbein zu errichten, da der finanzielle Verdienst im Normalfall gering bleibt und für den kompletten Lebensunterhalt nicht aufkommen kann.Allerdings bleibt der persönlich bereichernde und erfüllende Verdienst, den das Schreiben bringt. Und genau jene Freude der Autorin wurde sicher jedem spürbar und machte diese sehr offene Buchvorstellung mal wieder zu einem gelungenen Erlebnis. Vorgestellt hat sie ihr Buch „Und für mich ist es das ganze Leben, das auf dem Spiel steht – Marie Currie – Ihr Leben in Tagebüchern und Briefen“. Einem jeden Schüler war der Name dieser Persönlichkeit, spätestens durch den Physikunterricht, bekannt. Schließlich war ihre Entdeckung des Radiums bahnbrechend und ist noch heute von höchster Signifikanz, nicht umsonst ging sie als einzige mehrfach nobelpreistragende Frau in die Geschichte ein. Doch nun erfuhren wir auch, was hinter dieser schillernden Fassade der Marie Curie steckte; die Familienverhältnisse, in welche sie hineinwuchs, Schicksalsschläge, wie der Tod ihrer Mutter, ihre erste große Liebe und darauf folgender Trennungsschmerz, sowie eben auch öffentliche Verachtung durch die „Langevin-Affäre“. All jene Erfahrungen werden in Frau Dr. Seidels Buch, durch einerseits Briefe Maries, andererseits von der Autorin selbst beigefügte Tagebucheinträge wiedergespiegelt.    Sie ließ uns wissen, dass dem eine intensive Recherche voran ging, umso beeindruckender und authentischer wurde das Resultat. Dazu beigetragen hat mit Sicherheit ihre spürbare Bewunderung für sowohl das Physikgenie, als aber auch die starke Ehefrau und Mutter Marie Currie. So ist Frau Dr. Seidel selbst erst durch das Erzählen von Gute-Nacht-Geschichten für ihren Sohn zum Schreiben gekommen. Anfangs noch Sandmanngeschichten für den Rundfunk schreibend, ging sie mehr und mehr ihrer Leidenschaft, dem Schreiben, nach. Dafür sagte sie, fast könnte man sagen zum Glück, einer Laufbahn im chemischen Bereich ab. Andererseits wären uns so viele ihrer verfassten Kinderbücher, oder eben das Portrait über Marie Curie, verborgen geblieben.

 

 

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