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Eine Reise in das Venedig des Nordens - Sankt Petersburg

Am 18.04.2018 standen wir, Katharina Spieß, Jessica Gampel und unsere Klassenlehrerin, am Flughafen Berlin Schönefeld, bereit unsere Reise anzutreten.

Nach guten zwei Stunden Flug wurden wir von unserer Reiseführerin Titova Ekaterina (Katja) in Empfang genommen.

Unser Hotel verließen wir nach einer kurzen Ruhepause wieder, um einen ersten Eindruck der Stadt zu gewinnen, welche eine kaiserliche Wirkung hatte. Wir schlenderten am Abend den Nevsky Prospekt herunter und ließen den Tag beim Sonnenuntergang an der Newa ausklingen.

Die eine Stunde Zeitverschiebung ließ uns am nächsten Tag schwer aus den Betten kommen. Um 10 Uhr wurden wir von Katja in der Lobby abgeholt und zur Stadtführung mitgenommen. Wir lernten die Millionenmetropole aus den Augen einer echten Sankt Petersburgerin kennen, mit allen ihren kleinen Geheimnissen.

Unsere erste Station beinhaltete die mächtige Peter-Paul-Festung und ihre Kathedrale, in welcher die Gräber der Zaren der russischen Geschichte in sich getragen werden.

Unsere Besichtigung beendete der Bauernmarkt mit seinen zahlreichenAngeboten. Wohin das Auge sah, gab es eine Farbenfülle an den verschiedensten Lebensmitteln. Zudem fiel uns die offene Art der Einwohner besonders auf, die uns freundlich begrüßten. Den Abend verbrachten wir wieder im Zentrum bei herrlichen Temperaturen.

Der dritte Tag hielt das prunkvollste Programm für uns bereit. Der Besuch der Eremitage und des Katharinenpalastes in Puschkin. Routiniert trafen wir uns um 10 Uhr wieder in der Lobby, auf dem Weg in eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Der Gebäudekomplex umfasst zudem den Winterpalast, welcher zusammen mit dem Museum als Eremitage bezeichnet wird. Leider war es uns nicht möglich alle fast drei Millionen Ausstellungsstücke zu sehen, wir hatten schließlich noch eine fast einstündige Reise nach Puschkin vor uns.

Dennoch konnten wir die Herzstücke der Exposition von weltberühmten Künstlern, wie z.B.: Velasquez, Rubens als auch Leonardo da Vinci auf uns wirken lassen.

Durch die riesigen und langen Gänge des Komplexes dürfte man sich eigentlich nicht so schnell verlaufen können, wir jedoch schafften es... Nach dreißigminütiger Suche des Ausgangs fanden wir uns letztendlich auf dem Palastplatz mit der Alexandersäule wieder.

Der zweite Punkt unserer Besichtigung war nun der Katharinenpalast mit all seinem Gold und dem berühmten Bernsteinzimmer. Jedes weitere Zimmer war schöner als das vorherige, wobei der Bernstein ein Highlight war. 17 Uhr befanden wir uns erschöpft wieder im Hotel und ruhten uns gut eine Stunde aus. Mit der Metro ging es dann doch wieder zurück ins Zentrum der Stadt, zum Nevsky Prospekt. Zu zweit machten wir noch einen Abstecher durch die Straßen von Peter- wie es von den Russen genannt wird.

Am Samstag stand uns der Tag zur freien Verfügung offen, welchen wir noch Freitagabend ausführlich planten. Dieser begann schon um 9 Uhr mit einem Versuch sich durch das Metronetz zu finden und zum Tichwiner Friedhof zu gelangen. Dieser birgt die angesehensten und wohlbekanntesten Komponisten Russlands, wie zum Beispiel: Mussorgsky, Rimsky-Korsakov oder Tschaikowsky. Nachdem sich das Wetter dort schon langsam zum Schlechten neigte, fuhren wir direkt zur Blutskirche weiter. Diese zeigte mit ihren Mosaikwänden im Inneren ein ganz neues Spektrum an Farben.

Nun mussten wir durch den mittlerweile schweren Sturm über die Newa hinweg zur Kunstkammer eilen. Dort befindet sich heute eine Sammlung, hervorgegangen aus dem Privateigentum Zar Peter I.

Aufgrund des doch zu stark werdenden Windes, wurden wir leider für zwei weitere Stunden an das Hotel gebunden. Am späten Nachmittag machten wir uns mit wärmerer Kleidung erneut auf ins Zentrum zur Isaakskathedrale.

Es war trotz des Wetters möglich, die vergoldete Kuppel zu erklimmen. In 100 Metern Höhe hatten wir einen wunderschönen Blick auf die in Nebel gehüllte Stadt Sankt Petersburg.

Nach einem ausgiebigen Abendessen nutzten wir die letzten Stunden des Tages dazu, unsere Koffer zu packen.

Um 3 Uhr MEZ startete nun auch unser letzter Tag in Russland. Entspannt setzten wir uns nach der Fahrt zum Flughafen in den Flieger nach Hause. Wir sahen die Stadt, in welcher wir unsere 5-tägige Reise verbrachten, immer kleiner werden und bekamen noch einen letzten atemberaubenden Eindruck von dem Venedig des Nordens.

Wir bedanken uns beim Russisch-Forum für dieses wunderbare Erlebnis und wünschen allen zukünftigen Teilnehmern am Russisch Cup viel Glück!

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Tags: Exkursionen, Erfahrungsberichte