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Ein Tag bei der Mitteldeutschen Zeitung

Am 09.11.2018, um 09:45 Uhr, traf ich mich mit meiner Klasse 8b des Gymnasiums Landsberg bei der Mitteldeutschen Zeitung, kurz MZ, in Halle (Saale) am Haupteingang in der Delitzscher Straße. Unser Deutschlehrer Hr. Schneider und unsere Klassenlehrerin Fr. Pollok waren auch vor Ort und begleiteten uns an diesem Tag. Wir hatten einen Projekttag und uns wurde die MZ vorgestellt und die Möglichkeit gegeben, ein Gespräch mit einem Journalisten zu führen.

Eine Mitarbeiterin der MZ nahm sich die Zeit für uns, allgemeine Informationen über die MZ zu erläutern. Mit einem Video startete sie die Einführung und erklärte die einzelnen gezeigten Szenenabschnitte. Mir wurde jetzt erst bewusst, dass es die MZ nicht nur in Halle (Saale) gibt, sondern sich auch Standorte in Berlin, Hamburg und Köln befinden. Mit diesen Standorten findet jeden Tag 10:00 Uhr eine Planungskonferenz, in Form einer Telefonkonferenz, statt. Interessant war auch die Darlegung der Geschichte der MZ. Angefangen hat alles im Jahr 1946 mit der Zeitung „Freiheit“ im Schwarzweißdruck, über den Namenswechsel zur „MZ“ im Jahr 1990, bis hin zum ersten E-paper im Jahr 2004. Seit 2017 hat sich das Design der MZ nicht verändert. Uns wurde ebenso erklärt, dass die MZ 3 Kanäle hat, die klassische Zeitung, die „mobile“ MZ per Handy und über TV – Halle TV.

Mein Highlight an diesem Tag war die anschließende Führung durch die große Produktionshalle. Uns wurden bei der Besichtigung die einzelnen Abschnitte der Produktion gezeigt. Imposant ist, dass die Rolle, auf der die Zeitung gedruckt wird, 24 km lang und 1,3 t schwer ist. Die Farben, mit der die Zeitung gedruckt wird, der sogenannte „4 Farben – Druck“, sind rot, blau, schwarz und gelb. Neben der Produktionshalle befindet sich die Versandhalle. Hier werden die Zeitungen in große LKW´s verladen und in Ablagezentren gefahren.

Die MZ beschäftigt zurzeit 1700 Mitarbeiter und ist somit eines der Unternehmen in Halle (Saale) mit der größten Arbeitnehmeranzahl.

Anschließend, nach der Führung durch die Hallen, berichtete ein Journalist über den Arbeitsalltag in der MZ. Ich war erstaunt, dass 06:00 Uhr morgens bereits Arbeitsbeginn der Producer ist und erst 0:00 Uhr die Arbeit der Mitarbeiter des „Onlineaufritts“ endet. Nur so kann eine Zeitung am Folgetag erscheinen.

Er erzählte uns, dass die MZ unter anderem über einen Sport,- und Kulturteil verfügt. Weiterhin gibt es auch eine lokale Ausgabe und eine Kinderzeitung. Bei wichtigen Geschehen nach dem Druck der Zeitung, der in Zeit von 20:30 Uhr – 03:30 Uhr stattfindet, wird eine Sonderausgabe veröffentlicht.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es ein sehr informativer Tag war, der uns einen Einblick in das Leben eines Journalisten gegeben hat.

Es wäre schön, wenn mehr Leute Zeitung oder zumindest das E-paper lesen würden, denn Lesen bildet und informiert. Das Durchschnittsalter der MZ – Leser liegt bei ca. 60 Jahren, so dass hier noch Potential vorhanden ist, da die MZ eine große Bandbreite an Themen hat.

Mit der MZ ist man Tag genau über das Geschehen weltweit und in Mitteldeutschland umfassend informiert.

Text: Tom Westphal

Bildquelle: René Lampert