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Exkursion in die Braunkohle

Im Lehrplan Klasse 9 steht für das Fach Geographie eine Standortanalyse vor Ort mittels einer Exkursion festgeschrieben. Was bietet sich da am besten an? Natürlich eine Exkursion in die Braunkohle, der Rohstoff, der in Mitteldeutschland vorkommt und über dessen Nutzung als Energieträger momentan sehr kontrovers diskutiert wird.

So machten sich die neunten Klassen am 13. und 14.05.2019 auf den Weg in den Tagebau Profen im Süden Sachsen - Anhalts, um diese Standortanalyse durchzuführen und sich selbst ein Bild zu machen zu Vorkommen und Verwendung von Braunkohle und zu den Auswirkungen des Braunkohletagebaus. Beeindruckt von dem riesigen Tagebauloch lauschten sie den Ausführungen von Dr. Stahl, der einen Überblick über die Entstehung unserer Kohle gab, aber die Schüler auch in eine Diskussion verwickelte über Sinn oder Unsinn eines sofortigen Kohleausstiegs. Anschließend fuhren die Schüler selbst in den Tagebau ein und konnten sich den Abbau der Kohle aus der Nähe betrachten.

Eine Rundfahrt über schon rekultivierte Flächen, auf denen Raps und Getreide wuchs, zum in der Erschließung befindlichen Tagebau Dompsen beendete die Exkursion an diesem Ort.

Den Abschluss des Unterrichtsgangs bildete ein Abstecher zum Erholungsgebiet Mondsee, einem wiedernutzbargemachten Tagebaurestloch.

Die im Anschluss entstandenen Exkursionshefter stellen die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen der Schüler sehr anschaulich dar. Besonders gelungen war bei vielen Schülern die Diskussion um die Zukunft der Braunkohle, die eben nicht nur schwarz oder weiß ist.

Wir danken den Mitarbeitern der MIBRAG und Herrn Dr. Stahl für die freundliche Unterstützung.

 

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Tags: Exkursionen