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MIBRAG Profen 2009

Am Montag 28.09.2009 besuchten wir den Braunkohle Tagebau Profen der Firma MIBRAG (Mitteldeutsche Braunkohlegesellschaft mbH) und die bereits rekultivierte Fläche.In Profen werden jährlich 32 - 35 Mio. Tonnen Erdkruste bewegt, davon sind 9 - 10 Mio. Tonnen Kohle. Diese wird vorwiegend zur Erzeugung von Strom und Fernwärme genutzt. Einige andere Abbauprodukte wie Liegendtone oder Kiessande finden zudem in der Baubranche Verwendung.Als erstes erklärte unser Leiter bei einem Aussichtspunkt oberhalb des Tagebaus, wie Braunkohle abgebaut wird und weshalb diese Form der Energiegewinnung trotz Klimawandel Zukunft hat. Er berichtete uns von den vielfältigen Aufgabenbereichen und über die verschiedenen Ausbildungsplätze wie   Elektroniker/- in für Betriebstechnik oder Chemielaborant/ -in.
Anschließend konnten wir uns selber umsehen und die Informationstafeln studieren.
Anschließend fuhren wir mit dem Bus über das Tagebaugelände, vorbei an riesigen Braunkohlebaggern und all den Maschinen die zur Reinigung der Kohle benötigt werden. Die Dimensionen der Maschinen waren überwältigend!

Als nächstes machten wir bei einer bereits rekultivierten Fläche halt. Diese Parzellen werden nicht mehr zum Abbau benötigt und deshalb wieder der Landwirtschaft übergeben. Doch damit dies möglich ist, müssen die Böden wieder nutzbar gemacht werden. Dies erreicht man, indem man als erstes gute Erde aufschüttet, diese planiert und anschließend während sieben Jahren eine spezielle Rekultivierungsfruchtfolge anbaut. Durch gezielte Bodenbearbeitung wie z. B. Tiefenlockerung, werden die Böden zusätzlich auf die spätere Nutzung vorbereitet.
Aus ökologischen Gründen werden auf dem rekultivierten Nutzland auch regelmäßig große Hecken angepflanzt, was die sonst so flache und eintönige Landschaft auch etwas interessanter macht.
Doch nicht alles rekultivierte Land wird landwirtschaftlich genutzt. Zum Teil wird auch aufgeforstet und es entstehen wertvolle Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten. So sahen wir beispielsweise auf einer rekultivierten Fläche viele Orchideen.

Am Ende des Rundgangs besichtigten wir noch einen, durch den Braunkohleabbau entstandenen, künstlichen See. Dieser umfasst 36 ha und wird von der Bevölkerung als Naherholungsgebiet genutzt. Leider war es für uns zum Baden schon etwas zu kalt doch wir genossen einfach den Ausblick. Alles in allem war es eine interessante Besichtigung, die uns auch gezeigt hat, dass der Braunkohletagebau ein gravierender Eingriff in die Natur und Landschaft ist.Wir danke MIRBAG der Profen für den Unterricht im Tagebau.

Hier gibt es noch mehr Bilder.

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